Innere und Äußere Neustadt.

Die Geburtsstunde der Innere Dresdner Neustadt ist bereits im 7. Jahrhundert zu suchen. Slawische Siedler, die sich links- und rechtselbig niederließen, gründeten 2 Dorfstellen, die sich an einer für die Überquerung des Flusses günstigen Stelle befanden. Beide Orte erhielten den Namen „Drezdany“, was soviel bedeutet wie: „Bewohner des Sumpflandes“.

Im 12. Jahrhundert entwickelte sich aus einer markgräflichen Burg der heutige Kern Dresdens, die Altstadt. Um die beiden Elbseiten besser unterscheiden zu können, gaben die Siedler dem rechten Teil den Namen: Altendresden.
Ein Grossteil der Einwohner waren Handwerker, Gewerbetreiber, Beamte, Studierte und Militärs. Da Altendresden kaum Bedeutung als Handelsplatz fand, waren Kaufleute und Händler weniger vertreten. 
1685 gab es einen verheerenden Stadtbrand. Nach dem Wiederaufbau wurde Altendresden 1732 erstmal Neue Stadt (entspricht heutiger Neustadt) genannt. Der linkselbische Stadtteil, das bisherige Neu-Dresden, wurde dementsprechend in „Altstadt“ umbenannt.
1694 übernahm Prinz Friedrich August (der Starke) den Thron. Durch ihn wurde Dresden zur Residenzstadt pompös ausgebaut. Alleine die Altstadt verdankt August dem Starken zahlreiche prunkvolle Bauten, wie den Zwinger oder die Frauenkirche. Ein weiter Blickpunkt ist das Reiterstandbild, welches seit 1736 an seinem festen Platz inmitten des Neustädter Marktes steht.
Während des zweiten Weltkrieges wurden große Teile der Stadt Dresden mit Ihren historischen Bauwerken zerstört. Nach dem langjährigen Wiederaufbau konzentrierte sich die Stadt seit 1989 wieder auf die historischen Strukturen, die vor der Zerstörung 1945 das Stadtbild prägten.

Die Bezeichnung „Äußere Neustadt“ ist neueren Ursprungs. Das 1701 noch vorhandene Waldgebiet veränderte sich im Laufe des 18. Jahrhundert rasant, denn es wurde zur Bebauung freigegeben. Anfangs nur Gaststätten oder an der Bautzener Straße ein Ballhaus für erholungssuchende Bürger. Später kamen entlang der Bautzener und der Radeberger Straße in offener Form Villengrundstücke mit Parkcharakter hinzu, zwischen der Prießnitzstraße und der Königsbrücker Straße entstand, in geschlossener Form, eine Arbeitersiedlung. 1835 erhielt dieser Stadtteil nach König Anton den offiziellen Namen Antonstadt. Das bis zum zweiten Weltkrieg selbstständige Kasernengebiet (benannt nach König Albert -> Albertstadt) verschmolz nach der Eingemeindung 1945 mit der Antonstadt zur Äußeren Neustadt. Deren Quartiere, die im 19. Jahrhundert entstanden, sind heute zum Teil so saniert, dass sie nicht nur zusätzlichen Wohnraum bieten, sondern den Erhalt historisch wertvoller Architekturerzeugnisse wahren.